„Tschüss Mama, ich gehe nach Berlin!“

Zugegeben: Der Schritt, mit 13 Jahren von zu Hause auszuziehen und alleine in die große Hauptstadt nach Berlin zu gehen, war nicht einfach. Stichwort „Heimweh“. Doch mein Ziel, Eishockey-Profi zu werden, gab mir den nötigen Antrieb, um mich jeder Herausforderung zu stellen – egal wie groß sie war!

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Servus Rosenheim!
Lederhosen. Berge. Silbermedaille.

Aus sportlichen Gründen tauschte ich schon ein Jahr später Plattenbauten gegen Berge ein. Es zog mich nach Oberbayern, in die Nachwuchsschmiede der Starbulls Rosenheim. Hier verbrachte ich die nächsten Jahre, die mich sowohl sportlich als auch charakterlich bis heute enorm geprägt haben: Machte meinen Realschulabschluss. Schaffte es in den erweiterten Kader der Deutschen U18-Nationalmannschaft und gewann mit unserem Team die Silbermedaille in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL). Mit anderen Worten: Wir waren damals die zweitbeste Nachwuchsmannschaft im ganzen Land.

Traumberuf „Eishockey-Profi“
oder
„Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“

Bis heute Gänsehaut: 7000 Zuschauer. Derby in der Frankfurter Eissporthalle. Löwen Frankfurt gegen die Kassel Huskies – und ich mitten drin! Das war mein erstes Spiel als „Profi“ für die Löwen Frankfurt. Frankfurt war meine erste Profi-Station nach meiner Nachwuchszeit in Rosenheim. Weitere Stationen waren die Hannover Indians und der EC Bad Nauheim. Ehrlicherweise musste ich in meinen „Profi“-Jahren feststellen, dass dieses Leben viele Nachteile hat – um nur einige zu nennen: schlechter Verdienst, leere Versprechungen und Unsicherheit beim Thema Zukunftsplanung! Diese und viele weitere Faktoren haben mich zu dem Entschluss kommen lassen, dass ich mich nun beruflich lieber umorientieren sollte.

Auf AIDAsehen – rein ins Abenteuer

Zwar absolvierte ich parallel zum Eishockey eine Ausbildung im väterlichen Betrieb erfolgreich zum Bürokaufmann, wusste aber, dass ich später gerne ins Medien-Business möchte. Den Einstieg in diese Branche machte ich bei AIDA-Cruises. Hier war ich auf einem Kreuzfahrtschiff als „Gastgeber“ angestellt – das bedeutet: Moderation, Animation und DJ-Tätigkeiten. Mit der Kussmund-Schönheit „AURA“ schipperte ich vom Mittelmeer, über den Sueskanal in den Indischen Ozean und besuchte beeindruckende Städte, wie Dubai (VAE), Mumbai (Indien) oder Muscat (Oman).

Volontariat in Aschaffenburg: Volo äh, was?!

Radio, TV, Zeitung und Online – vier Medien, alle unter einem Dach. Das gibt es im Funkhaus Aschaffenburg. Hier habe ich nach meinem AIDA-Abenteuer mein Volontariat absolviert. Genauer erklärt heißt das: Auf einen Termin fahren und bewaffnet sein mit einer Fernseh-Kamera, um einen Clip für TV zu drehen, mit einer Foto-Cam, um Bilder für die Zeitung zu knipsen, einem Radio-Mikrofon, um Audio-Töne zu sammeln und am Ende alles crossmedial produzieren. Ein Volontariat ist sozusagen die „Ausbildung“ zum Redakteur. Klingt verrückt – ist es auch!

Vom Eishockey-Profi zum Medien-Allrounder

Vom Eishockey-Profi zum Medien-Allrounder: Aktuell darf ich täglich die Nachmittagsshow von 15-19 Uhr bei Radio Primavera moderieren. Bin monatlich bei TV Mainfranken mit meiner eigenen TV-Sendung „mainproject.tv“ zu sehen – hier spreche ich mit Experten über digitale Zukunftsthemen. Außerdem bin ich freiberuflich für die TV-Sender MagentaSport und SPORT1 als Kommentator im Einsatz.